Deutscher Gewerkschaftsbund

23.02.2021
Kundgebung

Hanau mahnt! Rassismus tötet!

Kundgebung am 19.02.2021: Hanau mahnt! Rassismus tötet!

DGB


Unter höchst schwierigen Bedingungen begannen unterschiedlichste Gruppen und Vereinigungen, den Jahrestag der Morde von Hanau angemessen und öffentlich vorzubereiten. Online. Mit dem vielfältigen „Bündnis 19. Februar Osnabrück“ kooperierte der DGB.

Jede der mahnenden Veranstaltungen bisher, die spontane Bekundung am Tag nach dem Anschlag mit über hunderten Teilnehmenden und nach einem halben Jahr im Schlossgarten unter Beteiligung vielen Communitys, bereits zu Coronazeiten, verantwortete der DGB. Das setzte sich nun mit dem Jahrestag fort und knapp 500 Menschen kamen. Trotz der heiklen Pandemie- Situation und entsprechend diszipliniert. Wir planten für bis zu 150 Personen und waren froh, dass sich alle solidarisch zeigten.

Noch zum Zeitpunkt der Anmeldung sanken die Index-Zahlen der Infektionen Richtung 50. Dann kam der Ausbruch in der Eisfabrik. Es klang nach missachtetem Arbeitsschutz und die Entscheidung fiel gegen eine kurzfristige Absage, die viele nicht erreichen würde. Also bereiteten sich alle auf eine strenge Durchsetzung der Coronaregeln vor. Die Teilnehmenden halfen hervorragend dabei. Danke dafür.

Diese Kundgebung wurde gestaltet von der antirassischtischen Gruppe NoLager, die übernahmen, von den Angehörigen zu berichten, ihre Aussagen einzuspielen und der neun Ermordeten in einer Schweigeminute zu gedenken. Es folgte Beiträge der VVN / BdA und der Omas gegen Rechts. Für den DGB mahnte Nicole Verlage die Verpflichtung aller gesellschaftlichen Strukturen und Behörden an, sich endlich konsequent gegen rassistischen Verhaltensmustern zu stellen. Ausdrücklich verwahrte sie sich gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Aktivitäten und für ein glaubwürdiges politisches Engagement.

Im Anschluss erfolgte ein weiterer Podcast einer bundesweiten Kampagne mit O-Tönen der Hinterblieben sowie dem Aufruf dem rechten Terror entgegen zu treten, wie es die Hinterbliebenen in Hanau tun.

Auf eine Anmerkung zum Auftreten der Polizei kann hier nicht verzichtet werden. Ein zwischen Verächtlichkeit und Verkünden angesiedeltes "instruieren" ist keine Kooperation. Sozial angemessene, respektvolle Umgangsformen scheinen zu Zeiten von Corona überall unterzugehen. Der Druck, dem wie jeweils standhalten müssen braucht gemeinsamen Umgang. Der kann nur besser werden, zukünftig.

Im Gegensatz zum Halbjahresgedenken war unter den aktuellen Bedingungen vielen Gruppen leider nicht möglich sich für einen Redebeitrag abzustimmen. Es gelang digital, sich inhaltlich auf zentrale Aussagen zu verständigen. Einig waren sich die Akteure, dass die „Betroffenheit von Rassismus“ uns alle angeht und eben nicht allein „die Opfer“. Herzlichen Dank allen, die beitrugen, die sich zu Redebeiträgen bereit erklärten und vor allem auch den Ordner*innen für ihre schwierige Aufgabe, überall auf die konsequente Einhaltung der Coronaregeln zu achten.

Kundgebung am 19.02.2021: Hanau mahnt! Rassismus tötet!

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