Deutscher Gewerkschaftsbund

05.09.2017
Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft: Flucht und Asyl

Ausstellung zum Antikriegstag 2017

Seit fünfzig Jahren mahnen Gewerkschaften die Lehren des 2. Weltkrieges an. Krieg und Gewaltherrschaft sind zu ächten. Seit Jahren machen die Fluchtbewegungen deutlich, was Krieg und Gewaltherrschaft anrichten. Deswegen gibt es die UN-Menschenrechte, die weltweit die Menschen schützen sollen. Doch ausgerechnet Europa, das hätte Lehren ziehen müssen aus den grausamen Kriegen, will sich den Lehren dieser Vergangenheit entziehen.

 

Zu dieser Erkenntnis muss gelangen, wer die Ausstellung zum Antikriegstag im Osnabrücker Gewerkschaftshaus ansieht. Mit klaren, knappen Informationen wird das Umgehen mit Asyl, dem Menschenrecht, dargelegt. Nichts ist verschwiegen und weitergehende Infos per QP-Code angeboten. „Uns ist bewusst, dass Krieg ein großes Geschäft ist. Die Folgen dessen werden ignoriert oder hinter hohe Mauern verbannt. Das ist und bleibt ein fundamentaler Angriff auf die Menschenrechte!“, positioniert sich die Vorsitzende des Stadtverbandes Nicole Verlage zur Eröffnung der Ausstellung deutlich.

 

„Menschenrechte sind keine unverbindliche Empfehlung oder beliebig dem aktuellen Populismus anzupassen!“, ergänzt der Gewerkschaftssekretär Olaf Cramm zur Einleitung der ersten Führung. Für viele weitere hängen die rund vierzig Tafeln bis zum 13.10. im Osnabrücker Gewerkschaftshaus.

 

Im Treppenhaus beginnt die Ausstellung mit grundlegenden Informationen zum weltweiten Thema Flucht. Es geht um Ursachen und die Gründe, die über 65 Mio. Menschen haben und flüchten. Dass diese Gründe so ungern diskutiert werden, macht die nächste Etappe im Treppenaufgang deutlich. Wie Europa mit der Flucht umgeht, Außengrenzen schließt, auch Recht bricht und humanitäres Arbeiten kriminalisiert, wird benannt. Unterlegt aus verschiedenen Blickwinkeln geht es im 1. OG um Fluchtwege und Reaktionen. Von der Balkanroute bis zum „Türkei-Pakt“ zeigt sich Europas Umgehen mit Flucht und Vertreibung. Die letzte Etappe bezieht sich auf das Spannungsfeld zwischen engagierter Zivilgesellschaft und den rechtspopulistischen und rassistischen Angriffen auf Geflüchtete.

 

Es ist eine umfassende Präsentation und durchaus eine Diskussion der Eindrücke wert. Dazu sind Interessierte eingeladen. Täglich zwischen 09 – 17 Uhr, freitags bis 13 Uhr, und mit Anmeldung können auch Führungen ermöglicht werden.

DGB Osnabrück – August-Bebel-Platz 1 – osnabrueck@dgb.de – 0541-338060

 


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